Tennisclub Waldstetten
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Alkohol am Steuer mit Promillemessung

Immer wieder kommt es zu zum Teil schweren Verkehrsunfällen unter Alkoholeinfluss, weil der eigene Promillewert falsch eingeschätzt wird und man sich der Gefahr, der man   sich selbst und andere aussetzt nicht bewusst ist.

Der TC Waldstetten lud am Dienstagabend, den 08.Mai 2018 zu dem Vortag „Alkohol im Straßenverkehr mit Promillemessung“ in das Vereinsheim an der Wolfsgasse ein. Die Referenten Kriminalhauptkommissar Wolfgang Teuchert und Reiner Kitzenmaier, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Verkehrsrecht, klärten mit dem nötigen Ernst aber dennoch unterhaltsam über die Problematik Alkohol im Straßenverkehr auf. Die Veranstaltung wurde von Promillemessungen mit einem Atemalkoholmessgerät zur Selbsteinschätzung der Besucher begleitet. Mit dem Messgerät konnte gezeigt werden, dass die Anwesenden, insbesondere abhängig vom Geschlecht, bei gleichem Alkoholkonsum durchaus unterschiedliche Promillewerte aufwiesen.

Den Teilnehmern wurden zunächst die Sanktionen bei Alkohol am Steuer dargelegt.

Bei einem Promillewert von 0,5 - 1,09 Bußgeld in Höhe von 500,00€ mit Fahrverbot und ab 1,1 Promille droht eine empfindliche Geldstrafe sowie ein Entzug der Fahrerlaubnis.

Die Null-Promillegrenze gilt für Fahranfänger während der gesamten Probezeit und für alle Personen unter 21 Jahren. Fahrradfahrer riskieren ab 1,6 Promille ihren Führerschein. Das Landratsamt ordnet hier eine Medizinisch Psychologische Untersuchung (MPU) an, die ohne teure Vorbereitungskurse kaum bestanden werden kann, so Reiner Kitzenmaier. Nicht bekannt war vielen, dass die Polizei schon bei 0,3 Promille den Fahrer nicht weiter fahren lässt, auch wenn keine Auffälligkeiten zu bemerken sind. Gleichwohl stelle dieser Wert ohne Ausfallerscheinungen allein noch keine Ordnungswidrigkeit dar, so Wolfgang Teuchert.

Vielerorts herrscht der Irrglaube, dass kurz vor Antritt der Fahrt und kurzer Wegstrecke ein sogenannter Sturztrunk noch nicht im "Blut" nachzuweisen sei. Hiervor wurde ausdrücklich gewarnt, da entscheidend ist die im Körper befindliche Alkoholmenge.

Die provokante Ankündigung "Promillesieger" hatte ihre Wirkung nicht verfehlt und bedauerlicherweise Irritationen ausgelöst. Eine einfache Nachfrage bei den Referenten oder Teilnehmern hätte genügt, um herauszufinden, dass wie zuvor in der Veranstaltung angekündigt, derjenige belohnt wurde, der sein Trinkverhalten am besten einschätzen konnte, um unter der strafbewehrten 0,5Grenze zu bleiben.

Fazit: auch so kann man "Promillesieger" werden.

Die Referenten wünschten allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, einen guten und sicheren Heimweg.